
Es gibt hier massenhaft Tauben. Viele Moslems schätzen sie, da ein Taubenpaar einmal das Leben ihres Propheten gerettet haben soll. Es gilt als gute Tat ihnen Futter und Wasser zu bringen. Scharen von wohlgenährten Tauben fühlen sich auf den leeren Plätzen der Stadt zuhause. Oft halten Autos an, der Kofferraum wird geöffnet, ein Sack rausgehoben, und bereitstehende Futterschälchen großzügig mit Körnern aufgefüllt. Die Tauben scheinen sich wie verrückt zu vermehren. Sie sind wirklich überall!
Das ist in Deutschland anders. Dort sind Tauben nicht so gern gesehen. Und da sie nicht so verwöhnt werden wie hier, breiten sie sich nicht so aus.
Ob in einer Stadt auf jedem freien Fleck Tauben sind oder nicht, hat wohl viel damit zu tun, ob sie gefüttert werden oder nicht. So ähnlich, denke ich, ist es mit meinen Gedanken. Es gibt gute Gedanken - freundliche, dankbare, liebevolle Gedanken. Daneben gibt es weniger gute Gedanken - ärgerliche, nachtragende, wütende, überhebliche Gedanken.

Ich glaube es liegt an mir, welche Gedanken ich willkommen heiße, welche ich füttere, indem ich ihnen immer weiter nachhänge, sie den ganzen Tag über genüsslich wiederkäue.
Es ist meine Entscheidung, wie viel Raum ich den ärgerlichen, nachtragenden Gedanken gebe. Anstatt, dass ich sie füttere, will ich sie bewusst Jesus hinhalten und sagen, „Ich will aufhören darüber zu grübeln. Bitte hilf‘ mir. Verändere meine Gedanken.“ Und dann entscheide ich mich an etwas anderes zu denken. Sollte der Gedanke zurückkommen, bitte ich Jesus erneut um Hilfe. Es ist gut zu wissen, dass er sich um die Situation oder Person, die mir Mühe macht, kümmern wird. Ich kann loslassen und frei sein von den negativen Gedanken.
Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.
Philipper 4,8