
Eines Tages entdecke ich eine merkwürdige Flasche im Bad. Eine personalisierte Flasche Parfüm – und das für meinen Mann. Das hat ihm ein Angestellter gegeben. Der Vorname ist zwar falsch geschrieben, aber das verstehe ich, Vokale sind im Arabischen etwas beliebig.
Düfte haben in arabischen Ländern eine große Bedeutung, vielleicht weil man bei der Hitze schnell ins Schwitzen kommt? Sie werden auf jeden Fall nicht sparsam eingesetzt, weder bei Frauen noch bei Männern.
Der Anblick dieser Flasche erinnert mich an einen Bibelvers:
Ja, weil Christus in uns lebt, sind wir zur Ehre Gottes ein Wohlgeruch, der sowohl zu denen dringt, die gerettet werden, als auch zu denen, die verloren gehen. (2. Korinther 2,15 NGÜ)
Ich denke manchmal darüber nach, welche Spuren ich in meinem Alltag hinterlasse. Wo immer ich mich in diesem Land aufhalte, ich bin mit Sicherheit als Christin unter meinen muslimischen Nachbarn in der Minderheit. Was nehmen die Menschen, die mir begegnen, wahr?
Ärger über den nervigen Verkehr? Ungeduld, weil Sachen hier anders laufen als in meiner Heimat? Oder ein liebevoller Blick, auch für Menschen am Rande, die oft übersehen werden?
Ich kann dieses Geheimnis absolut nicht fassen, dass Christus in mir lebt. Das heißt: Auf der Parfümflasche meines Lebens steht nicht „Bleu de Chanel“, sondern Jesus Christus. Das ist der Duft, den ich jeden Morgen auftragen will, bevor ich das Haus verlasse, indem ich Zeit mit Jesus verbringe und ihn anschaue.
Schön geschrieben und ein guter Vergleich.
Dieser Vergleich bringt mich jetzt zum nachdenken und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich sicher nicht immer ein "Wohlgeruch". Danke für deine Anregung, mich öfter selbst zu reflektieren.