
Ein Lieblingsthema in unserer Stadt ist der Verkehr. Sich da hineinzubegeben, das gleicht einem täglichen Überlebenskampf.
Neben gefährlichen Situationen, ausgelöst durch gedankenlose oder rücksichtslose oder vom Handy abgelenkte Fahrer, staut sich auch oft der Verkehr. Wenn ich dann so einen fliegenden Teppich sehe, wie hier in einem Kreisverkehr, denke ich – das hat was. Einfach weg! Mitsamt meinem Auto abheben und den lästigen Verkehr hinter mir lassen.
Eigentlich fühle ich mich nicht nur im Verkehr so. Es gibt Zeiten, da scheine ich in einer ausweglosen Situation zu stecken. Es schmerzt. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich sehe keinen Ausweg. Ich stecke fest.
Wie gerne würde ich einfach davonfliegen, schnell raus aus dem ganzen Schlamassel, und alles los sein.
Und dann fällt mir ein, was Gott sagt.
„Warte und vertraue.“ Ob das die Antwort ist? Nicht voreilig handeln, sondern warten, im Vertrauen darauf, dass Gott bereits in dieser Situation am Wirken ist. Das ist wahre Stärke. Was für eine erstaunliche Aussage.
Im Gegensatz zu Gott sehe ich nicht das Ende meines persönlichen Staus, ich sehe noch nicht einmal, was in fünf Minuten sein wird. Darum fällt das Warten so schwer. Aber er hat den Überblick. Und er ist gerade dabei zu tun, was für mich am besten ist. Das geht bloß meistens nicht so schnell, wie ich es gerne hätte.
Aber es wird der richtige Zeitpunkt kommen – sein Zeitpunkt. Dann löst sich alles auf, und es geht weiter, wie bei Josef nach den langen Jahren als Sklave und im Gefängnis.
Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: Gerade in dieser schmerzhaften Anspannung des Wartens und Vertrauens ist es möglich eine tiefe Freude und Gelassenheit zu spüren, die von Gott kommt. Ich bin noch in der verzwickten Situation, aber ich stecke nicht fest. Denn:
Die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler. (Jesaja 40,31 ELB)
Und das ist doch fast so, als hätte ich einen fliegenden Teppich!

Sehr guter Vergleich mit dem Stau und sehr hilfreicher Gedanke für den Alltag.